Nach dem Erfolg des Elektronik-Jazz-Pop-Albums „Human Impressions“ von „Thomas Siffling & The Public Sound Office“, das in den letzten Monaten von der Presse (von „Jazzthing“ bis „DIE ZEIT“) hoch gelobt wurde (z.B. „...brillant produziert...von internationalem Top-Format...", „...eine außergewöhnliche Platte..." oder „...sehr eleganter, urbaner Pop...", „Album des Monats"), folgt nun mit „Musique Noir“ von „Sapporo Sound Motel“ das nächste Elektronik-Jazz-Pop-Albums bei „New Format“(*), dem neuen Label von Phazz-a-delic.

„Der Film Noir gilt als uramerikanisches Genre, das eigentlich keines ist, sondern verschiedene Traditionslinien wie die des Kriminalfilms, des Gangsterfilms, des Detektivfilms, des Thrillers und des Melodrams in sich vereinigt. Von seinen Landsleuten und Zeitgenossen wurde er jahrelang weder erkannt noch beachtet - erst französische Filmkritiker entdeckten nach dem Zweiten Weltkrieg die Filme der "Schwarzen Serie" und prägten den Begriff Film Noir. Als Grundelemente benannten sie die Betonung des düsteren, städtischen Milieus sowie die Inszenierung von einzelgängerischen, zynischen Antihelden: meist Detektive und Kriminelle, zu Unrecht verfolgte Unschuldige, rätselhafte Schönheiten und skrupellose Verbrecherinnen.“ Lisa Gotto M.A.

Jazz als uramerikanisches Genre, (wieder) entdeckt von europäischen Musikern, neu betont von einer Sängerin mit französischer Leichtigkeit und rätselhafter Schönheit, versetzt mit düster anmutenden urbanen Sounds, untermalt von einem einzelgängerischen Bass und einem zynischen Saxophon und geprägt von einem Produzenten, der skrupellos mit Eigenkompositionen, Jazzstandards und bekannten Melodien umgeht. Dies alles bildet den Rahmen für „Musique Noir“. Alles dreht sich um den musikalischen Moment: nach der „Gefährlichen Leidenschaft“ verfolgt der „Der Fremde im Zug“ mit „Maschinenpistolen“ die „Frau ohne Gewissen“ auf der „Spur des Falken“ im „Asphalt-Dschungel“, doch „Die Rechnung ging nicht auf“, denn der „Blade Runner“ fand in „Chinatown“ auf dem „Lost Highway“ den Weg nach „Sin City“. Dort entschied er sich schliesslich, im „Sapporo Sound Motel“ zu übernachten. Die schlagzeuglose Band, die im Foyer spielte, formte sich fast zu einem kammermusikalischen Ensemble und erzeugte einen intimen Sound, der durch elektronische Beats und Sounds immer wieder aufgebrochen wurde. Die Musik gleitet zwischen den Protagonisten, den Szenen, Instrumenten und Sounds und dem vermeintlichen Leben in Bars und Nachtclubs dahin - Jazz, dessen Melodien in die Beine gehen und dessen Schönheit das Herz betäubt...

„Musique Noir“ wird wie der „Film Noir“ ein neues - auch jüngeres - Publikum ansprechen, Menschen mit den unterschiedlichsten musikalischen Vorlieben in seinen Bann ziehen und dennoch auch traditionsbewusste Jazz-Liebhaber überzeugen.