Gehen ohne bleiben ...
„Tag am Meer“ bzw. der Remix „Nacht am Meer“ hat sich in den 90ern für viele zu DER
Hymne entwickelt – der Mix aus Selbstfindung, NeoHippieness und der Traum von einem
neuen besseren Leben hat tief sitzende Sehnsüchte geweckt.
Rund 10 Jahre später stecken diese Sehnsüchte sicher bei den meisten noch tiefer drin als
damals und warten darauf geweckt zu werden, die Seele verschüttet unterm dem Alltag, die
Träume begraben unter einem Berg Arbeit, innige Liebesbeziehungen auf dem holprigen
Weg ins vermeintliche Erwachsen werden verloren gegangen ...
John Tarrant schreibt zu diesem Zustand in seinem Buch «Licht im Herzen der Dunkelheit»:
« ...Denn unser Leben hat eine Dimension, die höher ist noch als der Himmel: Es ist nicht nur
Meditation, Gebet und Durchschreiten der glasklaren Luft in der Morgendämmerung, es ist
auch Musik, Arbeit, Unterwäsche, frische Orangen, die ganze lange Nacht bei einem
fieberkranken Freund sitzen und anschliessend Kakao trinken. Die spirituelle Arbeit besteht
nicht nur darin, den Willen des Himmels auszuführen, sondern herauszufinden, was es
heisst, Mensch zu sein, ein einzigartiges Leben zu führen. ...
Die großen Dinge des Lebens – Tod, Liebe, Geburt – kommen, wann es ihnen beliebt, und
nicht, wann es uns passt; am besten ist es, wenn wir uns nach ihnen richten. Es hat keinen
Zweck, sich zu beklagen; wir müssen die vor uns liegende Straße gehen.»
„Gehen ohne bleiben“ umschreibt dies in seiner eigenen Leichtigkeit und voller Soul!
In seiner Entspanntheit und Atmosphäre ist er vergleichbar mit „Tag am Meer“. Und deshalb
nach dem langen kalten Winter eigentlich genau die richtige „Hymne“, voller Mut, Zuversicht
und Leidenschaft in den Frühling zu gehen..., den eigenen Weg zu gehen – ohne zu bleiben.
Tracklisting:
1. gehen ohne bleiben (radio edit)
2. es gibt nichts (album version)
3. push you back (feat. brandy butler)
4. tänzerin (instrumental)